Langfristig billiger grüner Wasserstoff für die Welt

Die Internationale Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) hat Teil III ihres Berichts „Globaler Wasserstoffhandel zur Erreichung des 1,5°C-Klimaziels“ mit dem Titel „Kosten und Potenzial von grünem Wasserstoff“ veröffentlicht. Der Bericht untersucht die globale Entwicklung der Kosten für grünen Wasserstoff bis 2030 und 2050, da erwartet wird, dass grüner Wasserstoff aufgrund der laufenden technologischen Innovationen und des Wachstums von Elektrolyseanlagen im nächsten Jahrzehnt die Kostengleichheit mit fossil gewonnenem Wasserstoff erreichen wird. Die Ergebnisse der Analyse vermitteln ein klares Bild des wirtschaftlichen Potenzials von Wasserstoff, der lokalen Kosten der Wasserstofferzeugung und der für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur Wasserstofferzeugung zur Verfügung stehenden Gebiete sowie der Gebiete mit den niedrigsten nivellierten Kosten von Wasserstoff (LCOH). Um dies zu berechnen, hat „IRENA“ einen geographischen Ansatz verwendet und die Welt in 34 Regionen unterteilt. Davon werden die G20-Länder einzeln analysiert, während die übrigen Länder zu Makroregionen wie dem Nahen Osten/Nordafrika und Lateinamerika zusammengefasst werden. Eine Ausnahme bilden Chile, Kolumbien, Marokko, Portugal, Spanien und die Ukraine, die aufgrund ihrer guten Aussichten für die Erzeugung von grünem Wasserstoff ebenfalls einzeln bewertet werden. Chile wird das zweite Land sein, das langfristig den billigsten grünen Wasserstoff der Welt erzeugen wird. China führt die Liste an, gefolgt von Chile, Marokko, Kolumbien und Australien. Chile hat mit 0,73 USD/kgH2 die niedrigsten LCOH für PV-betriebene Elektrolyseursysteme erzielt.

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