Tschüss E-Auto: Toyota mit mobilem „Reserve“-Tank fürs Wasserstoff-Auto

Toyota stellt eine tragbare Kartusche für Wasserstoff vor. Damit könnten Autos und Haushalte dort mit Energie versorgt werden, wo es keine Tankstellen gibt.

Fuji/Japan – Nachdem deutsche Forscher bereits ein Wasserstoff-Hybrid-Auto mit 1.000 km Reichweite entwickelten und im Anschluss an die jüngste Offensive aus China, wo die Wasserstoffauto-Massenproduktion startet, legt nun Toyota bei einer möglichen Lösung des Versorgungsproblems beim Wasserstoff-Auto nach. Der japanische Autokonzern, mit seinem Wasserstoff-Fahrzeug Mirai einer der Pioniere bei der Serienproduktion von Brennstoffzellen-Fahrzeugen, hat den Prototyp eines tragbaren Wasserstoff-Kanisters entwickelt.

Tank fürs Wasserstoff-Auto: Toyota präsentiert tragbaren 5-Liter-Kanister

Gemeinsam mit der Tochtergesellschaft Woven Planet Holdings wurde der Prototyp der mobilen 5-Liter-Wasserstoff-Kartusche beim 24-Stunden-Rennen von Fuji in Japan vorgestellt, das vom 3. bis 5. Juni 2022 stattfand. Der 40 Zentimeter hohe Zylinder mit einem Durchmesser von 18 Zentimetern wiegt fünf Kilogramm und soll unter anderem eine mobile Lösung für Wasserstoff-Autos präsentieren. „Mit der neuen Kartusche ist eine Vielzahl von Anwendungen im täglichen Leben möglich“, erklärt Toyota.

Tragbarer 5-Liter-„Reservetank“ für das Wasserstoff-Auto soll Versorgungs-Probleme lösen

Die Wasserstoff-Kartusche soll Elektroautos mit Brennstoffzellentechnologie mit Energie versorgen, wenn keine Wasserstofftankstelle in der Nähe ist. Das Konzept könnte in Zukunft also Logistik-Probleme auch bei der Versorgung von Wasserstoff-Autos auf elegante Weise lösen. Der tragbare „Reservetank“ beschert dem Brennstoffzellen-Fahrzeug damit einen klaren Vorteil gegenüber dem mit Strom versorgten E-Auto, deren Fahrer oft genug weit und breit keine Lademöglichkeit finden.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Handliche Wasserstoffkartusche von Toyota

Die Einsatzbereiche der handlichen Kartuschen gehen jedoch weit über die E-Mobilität hinaus, beispielsweise könnten sie zur Energieversorgung von stationären Brennstoffzellen in Haushalten, und in entlegenen Gebieten eingesetzt werden. Besonders im von Erdbeben geplagten Japan setzt man in Katastrophengebieten inzwischen auf die Stromerzeugung durch Wasserstoff-Brennzellen.

https://www.kreiszeitung.de/stories/ueberall-toyota-entwickelt-kartusche-wasserstoff-auto-eauto-energie-immer-und-91606257.html

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